Fast zwei Jahre habe ich hin und her überlegt, Maschinen verglichen und gerechnet – seit ein paar Wochen steht sie nun hier, meine Covermaschine. Die Bernina L220 ist es geworden, weil ich mit meiner Overlock von Bernina einfach zufrieden bin und genauso eine robuste und zuverlässige Maschine fürs Einfassen, Säumen und Verzieren von Kleidung haben wollte.

Nun ja, wir müssen uns noch ein bisschen aneinander gewöhnen, fürchte ich. Denn die ersten Nähte sind noch lange nicht so perfekt, wie ich sie gern hätte. Leider fehlt mir natürlich genau jetzt die Zeit zum Nähen und ausgiebigen Testen. Aber langsam taste ich mich heran.

Das Einfassen klappt schon mal ganz gut, da muss ich „nur noch“ ein besseres Gefühl fürs Dehnen bekommen. Aber Säumen und ich sind noch keine Freunde. Der große Nähfuß, der durch seine Teilung großartig dafür geeignet ist, Materialunebenheiten auszugleichen, bereitet mir etwas Probleme, die Naht gut zu führen, deshalb sind die bisher alle krumm und schief. Meinem Sohn fällt das zum Glück kaum auf, weshalb er nun besonders froh ist, dass sein Dino-Shirt endlich fertig wurde.

Da er im Moment ein so begeisterter Dinosaurierliebhaber ist, konnte ich an diesem tollen Stoff von Swafing auf dem letzten Stoffmarkt einfach nicht vorbeigehen. Und mein Großer hat sich auch sofort verliebt. „Mama, daraus will ich ein T-Shirt, ein Dinosaurier-T-Shirt!“

Genäht habe ich ein Raglanshirt von Klimperklein, das ist einer meiner liebsten Basisschnitte, ich weiß schon gar nicht mehr, wie viele davon mein Sohn im Schrank hat(te). Inzwischen nähe ich ihn in der vierten Größe. Und er passt immer perfekt. Für meine Experimente wollte ich da auf Nummer sicher gehen. Aber tja, einmal nicht aufgepasst und zu sehr darauf geschaut, die Absteppungen hinzubekommen, schon war es passiert: Leider hatte ich erst nach der Fertigstellung gemerkt, dass die letzte Raglannaht, mit der das Halsbündchen geschlossen wird, vorn statt hinten gelandet war. Wie ärgerlich. Aber nun hat das Shirt noch ein kleines Label aus SnapPap bekommen, das den Fehler einigermaßen überdeckt. Und mein Großer hat es einfacher beim Anziehen, so sieht er sofort, wo vorn ist. 😉

Die Cover hat ein gutes Stichbild und kommt auch über die Kreuzungen von Hals- und Raglannähten ganz gut hinweg. Wenn die nächsten Nähte gerader werden, wäre ich schon mal sehr zufrieden. So weit ich das bisher beurteilen kann, ist die Maschine wirklich großartig, das „Problem“ sitzt hier eindeutig davor. Ich geh dann also mal weiterüben …

 

  • Schnitt: Raglanshirt von Klimperklein
  • Stoffe: Dinosaurier-Jersey von Swafing, Bündchen von Lillestoff, Unijersey aus meinem Fundus